Mühlenverein Mecklenburg Vorpommern e.V.

Windmühle Altkalen

Produzierendes Technisches Denkmal

Bis heute wird in der Sockelgeschoss-Holländerwindmühle Mehl produiziert.
Fotos: Archiv
Die imposante Mühle ist eine Landmarke und grüßt Besucher schon aus der Ferne.

Bis in die 1890er-Jahre war die Erdholländermühle im Besitz der Familie Holz, als sie Gustav Preuß, geboren 1854 als Sohn eines Mühlenbauers aus Loitz, pachtete und 1896 für 15000 Reichsmark kaufte. Erst 1904 baute er das Wohnhaus auf dem Mühlengrundstück.

Die alte Mühle brannte 1913 durch Blitzschlag ab. Gleich darauf wurde, eventuell in Neumühle bei Schwerin, eine Holländermühle auf Abbruch gekauft und in Altkalen wieder aufgebaut. Alle Teile mussten mit Pferdefuhrwerken über 120 Kilometer weit transportiert werden. Die neue Mühle hatte statt der besegelten Flügel leicht zu bedienende Jalousieklappen. Das Kammrad in der Kappe, die Königswelle und die Getriebe waren aus Gusseisen statt Holz. Neben den Mahlgängen mit den Mühlsteinen fanden jetzt auch Walzenstühle Verwendung. So konnten pro Tag 3 Tonnen Getreide vermahlen werden.

Im Zuge der Wende wurde die Produktion in Altkalen eingestellt, die Mühle drohte zu verfallen. Nach zeit- und kostenintensiven Sanierungsarbeiten nahm die Mühle im Sommer 2005 die Produktion von Bio-Vollkornmehlen aus Dinkel, Roggen und Weizen auf. Heute gilt der Holländer als einzige regelmäßig produzierende Windmühle in Mecklenburg-Vorpommern.

Besichtigung:
ab Pfingsten und bis Mitte September, Sonntags Hofcafé 13-17 Uhr

Kontakt:
Mühlenhof Altkalen e.V.
Ansprechpartner Detlef Preuß
Mühlenhof 5, 17179 Altkalen
Tel.: 039973 - 70388
post(at)windmehl.de
www.windmehl.de

 

 

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