Mühlenverein Mecklenburg Vorpommern e.V.

Mühlenbauer - ein vielseitiger Beruf

Nur noch Wenige beherrschen das uralte Handwerk

Martin Zecher ist der letzte Mühlenbauer in Mecklenburg-Vorpommern. Das Handwerk erlernte er bei seinem Vater. Foto: Privat
Die Erdholländermühle in Wittenburg wurde 2014 komplett saniert. Spektakulär: Die Montage des Mühlenkopfes mittels Kran. Foto: Wilken

Mühlenbauer ist ein alter Handwerksberuf, der noch in den 1950er-Jahren ein Ausbildungsberuf war. Mühlenbauer waren bei Bau und Wartung von Mühlen beteiligt. Sie wurden oft auch als Mühlenärzte bezeichnet. Neben handwerklichem Geschick, insbesondere bei Zimmermannsarbeiten, waren Kenntnisse der Statik und des Maschinenbaus wichtig.

Der Mühlenbauer arbeitete mit Holz, Stein und Eisen. Eine häufige Arbeit mit dem Werkstoff Stein war das Nachschärfen von Mühlsteinen. Mit dem Werkstoff Holz hatte der Mühlenbauer ebenfalls häufig zu tun, beispielsweise, wenn Wasserradwelle, Antrieb und Inneneinrichtung der Mühle zu erstellen waren. Aus diesem Grund wurde der Beruf häufig auch von Zimmermännern ausgeübt. Metallteile wurden für Wellen und Beschläge verwendet.

Heute gibt es nur noch wenige auf Mühlenbau spezialisierte Handwerker in Deutschland. In Mecklenburg-Vorpommern findet sich mit Firma Zecher Mühlenbau bei Wittenburg nur noch ein Ansprechpartner, wenn es um den fachgerechten Erhalt und die Restauration von Wind- und Wassermühlen geht.