Mühlenverein Mecklenburg Vorpommern e.V.

Meyer's Mühle Warnemünde

Mitten im Ostseebad erhebt sich der imposante Bau der Galerieholländer-Windmühle. Foto: Meyer
Die alte Mühlentechnik wurde sorgsam in die neue Nutzung integriert. Foto: Meyer

Die Galerieholländermühle wurde 1866 am Rande des Fischerdorfes Warnemünde errichtet. Die Mühle war der erste Handwerksbetrieb im heutigen Ostseebad. Erst wenige Monate zuvor war das Gewerbeverbot gefallen, das der Rostocker Rat den Warnemündern auferlegt hatte. Später gab der imposante Bau der Mühlenstraße seinen Namen.

Bis zu 8 Tonnen verschiedene Roggenmehle wurden täglich bis zum Frühjahr 1991 hergestellt – anfangs mit Windkraft, seit etwa 1921 mit Motorantrieb. Seit 1919 befindet sich die Mühle im Familienbesitz, seit 1978 steht sie unter Denkmalschutz.

Originalgetreu in den Jahren 1979 und 1993 bis 1994 restauriert, beherbergte das Denkmal bis Ende November 2017 eine rustikale Schänke, ein stilvolles Restaurant, eine Lounge für Feierlichkeiten und eine kleine Mühlenausstellung. Die Mühlentechnik ist weitgehend erhalten und in die neue Nutzung integriert. Neben dem hölzernen Flügelkreuz, der Windrose, der oberen und unteren Galerie können Besucher ebenso Königswelle, Kammrad, Fahrstuhl, Putz- und Schälmaschine, Mahlgang, Steinkran, Elevatoren, Transmissionen, Mischmaschine und Mehlschnecke entdecken.

Der Mühlenwirt ging Ende 2017 auf eigenen Wunsch in Pension und beendete den Pachtvertrag. Künftig soll die Mühle für Wohnzecke genutzt werden.


Adresse:
Mühlenstraße 44 b
18119 Ostseebad Warnemünde



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