Mühlenverein Mecklenburg Vorpommern e.V.

Mühle Steinhagen derzeit ohne Haube

Mühlenbauer Martin Zecher (r.) erläuterte Lothar Wilken, dem 1. Vorsitzenden des Mühlenvereins MV, die Situation. Der hölzerne Rollenkranz ist bereits neu gefertigt. Jetzt müssen die Schienen neu gegossen werden. Foto: C. Meyer

Steinhagen (cme). Eine der ältesten Holländerwindmühlen des Landes soll künftig wieder aus eigener Kraft das Getreide vermahlen können: Dazu hat Mühlenbauer Martin Zecher, der auch Mitglied im Landesmühlenverein ist, bereits vor Monaten die Mühlenhaube der Holländerwindmühle Steinhagen per Kran herunternehmen lassen. Ein Ziel der Restaurierung ist, die alte Rollenlaufbahn unterhalb der Dachkonstruktion wieder gangbar zu machen. Anschließend könne sich die Mühle wieder "automatisch mittels Windrose in die richtige Windrichtung drehen", so Waltraut Methling, die Vorsitzende des örtlichen Mühlenvereins. Die Vereinsmitglieder sanieren das Bauwerk seit 2003 Stück für Stück ehrenamtlich und öffnen es im Sommer für Besucher.

Allerdings gab es jetzt eine böse Überraschung: "Die Schienen des Rollenkranzes sind nicht mehr zu gebrauchen", so Mühlenbauer Zecher. "Wir müssen diese nach dem alter Muster komplett neu gießen lassen". Dies koste Zeit und vor allem mehr Geld. Deshalb rühren Waltraut Methling und ihre Mitstreiter derzeit kräftig die Werbetrommel und gehen quasi mit der Spendenbüchse umher.

Kürzlich besuchte Lothar Wilken, der 1. Vorsitzende des Landesmühlenvereins, die Baustelle und ließ sich über die Situation ins Bild setzen. "Wir hoffen", so Wilken, "dass die öffentliche Hand, die bereits das Projekt dankenswerter Weise fördert, aufgrund der neuen, kritischen Situation ihren Zuschuss noch einmal erhöht, damit die historisch wertvolle Mühle sich bald wieder drehen kann."

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